RIT – ReflexIntegrationsTraining

Hast du schon mal etwas gebaut z.B.: aus Lego oder ein Zelt aufgebaut. Und dann hast du, als du fast fertig warst, festgestellt, dass du ganz am Anfang eine wichtige Verbindung vergessen hast. Jetzt musst du entscheiden, ob du mit dem ewig wackeligen und instabilen Bauwerk leben möchtest, oder ob du noch mal ganz zurück an den Anfang gehst und die Ursache behebst. Genau das passiert auch manchmal, wenn sich ein Säugling zu einem schulreifen Kind entwickelt. Dazu sind ganz viele Entwicklungsschritte nötig, wobei im Kopf stabile Nervenverbindungen aufgebaut werden müssen, damit alles richtig gut funktioniert. Wenn bei der Entwicklung irgendwo nur eine wackelige Verbindung aufgebaut wurde, ist das ganze System instabil und kann dem Kind den Alltag ganz schön schwer machen.

Mit der Reflexintegration machen wir uns gemeinsam auf die Suche und korrigieren die Ursache, indem wir die wackeligen Verbindungen aufspüren und durch stabile Verbindungen ersetzen. Somit sorgen wir für ein gut funktionierendes und stabiles System.

Ein Weg zur neuromotorischen Schulreife

Kennst du, dass du

  • ständig in Bewegung bist?
  • sehr impulsiv bist?
  • deine Gefühle und dein Temperament schlecht kontrollieren kannst?
  • dich nicht lange auf eine Sache konzentrieren kannst?
  • schnell das Interesse an dem verlierst, was du gerade tust?
  • schlecht zuhören kannst?
  • dich schwer tust, Anweisungen zu befolgen?
  • Probleme mit dem Lesen und Schreiben hast?

Leider werden heutzutage Kinder, die ein solches, teilweise ganz normales Verhalten aufweisen schnell in die AD(H)S-Schiene geschoben und wenn es ganz schlimm kommt, sollen sie sogar ein sehr starkes Medikament einnehmen.

Mittlerweile ist bewiesen, dass eine nicht vollständig erfolgte neuronale Reifung die Ursache für die Symptome sein kann. Und daran ist keiner Schuld.

Zum Glück kann die neuronale Reifung in jedem Lebensalter mit gezielten Übungen und Reflexintegration nachgeholt werden.

Gerne teste ich, ob auch bei dir noch Reflexe aktiv sind, die dich in deiner Entwicklung aufgehalten haben. Anhand des Ergebnisses integriere ich diese noch aktiven Reflexe und gebe dir einen individuellen Plan mit speziellen Bewegungsübungen mit nach Hause. Schon bald solltest du positive Veränderung feststellen können.

Wofür haben wir überhaupt Reflexe?

Schon im Mutterleib und wenn wir frisch auf diese Welt kommen, benötigen wir Reflexe, die für unser Überleben notwendig sind, z.B.: den Such- und Saugreflex. Es sind zahlreiche Reflexe im Spiel, so lange wir uns noch nicht willentlich bewegen können. Ohne diese Reflexe wäre die Gehirnreifung gar nicht möglich. Sie sorgen für die Entwicklung und Verknüpfung der einzelnen Gehirnareale mit denen wir dann nach und nach willentlich unsere Muskeln, Motorik, Gefühle, Impulse usw. kontrollieren. Sobald die frühkindlichen Reflexe ihre Aufgabe erfüllt haben, müssen sie sich zurückziehen und dem Menschen die willentliche Steuerung seiner Körperfunktionen überlassen. Manchmal geschieht es, dass sich diese Reflexe nicht zurückziehen und aktiv bleiben. Das bedeutet für die Betroffenen, dass die Ausreifung des Nervensystems und die Gehirnreifung beeinträchtigt sind und sie ständig gegen diese automatischen Bewegungsmuster ankämpfen müssen und das geht stark zu Lasten

  • der Konzentrationsfähigkeit
  • der Ausdauer
  • der Grob- und Feinmotorik
  • der Wahrnehmung im Raum
  • des ruhig Sitzen Könnens
  • der Sprachentwicklung
  • der Lese-/Rechtschreibkompetenz

Das Einzeltraining

Zunächst testen wir, welche frühkindlichen Reflexe bei dir noch aktiv sind. Diese Reflexe werde ich dann durch bestimmte Bewegungsübungen, bei denen leichter Druck auf bestimmte Körperpartien ausgeübt wird, integrieren. Das Ganze wird unterstützt durch rhythmische Bewegungsübungen, die du zunächst mit Unterstützung deiner Eltern und später alleine zu Hause ausübst. Die Integration der Reflexe ist in der Regel nach 6 – 9 Monaten erfolgreich abgeschlossen. Die ersten Erfolge sind natürlich schon vorher sichtbar.

Was ist RIT – ReflexIntegrationsTraining?

RIT steht für ReflexIntegrationsTraining und ist ein hocheffizientes Bewegungsprogramm für Kinder und Jugendliche mit Lern- und Verhaltensproblemen in der Schule und im Alltag.

Aus unserer Erfahrung kommen Kinder in ein RIT-Training mit folgenden Themen:

  • Fehlendes flüssiges Lesen, Schreiben und Rechnen
  • Unkonzentriertheit
  • Körperliche Unruhe
  • Schlechte Körperkoordination
  • Fein- und / oder grobmotorische Schwächen

Mögliche Ursachen für diese Themen können noch aktive frühkindliche Reflexe sein. Das daraus entstehende muskuläre Ungleichgewicht kann sich wie oben aufgeführt zeigen.

RIT-Training

Kommt Ihnen hier etwas bekannt vor?

Die RIT – Reflexintegration beachtet dies. Sie setzt an der Ursache der Probleme an – und das ohne jegliche Nebenwirkungen.

Wir sorgen mit dem RIT-Bewegungstraining dafür, dass eine Nachreifung des zentralen Nervensystems stattfinden kann. Damit können Entwicklungsverzögerungen aufgeholt und die neuronale Schulreife erreicht werden. Unsere Erfahrungen zeigen, dass mit dem Training Lern- und Verhaltensprobleme zurückgehen oder zu lösen sind und von Fall zu Fall, nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, eine medikamentöse Behandlung abgesetzt werden kann.

Was ist ein Urreflex und der Zusammenhang zu Lern- und Verhaltensproblemen?

Beim Schreiben ist eine falsche und/oder verkrampfte Stifthaltung oft im Zusammenhang mit Mund- und Zungenbewegungen zu sehen. Als Verursacher können die Restmuskelbewegungen des Saugreflexes und/oder Babkinreflexes sein.

Die frühkindlichen Reflexe (Urreflexe) sind wichtige genetisch festgelegte Bewegungsmuster. Sie sind während der Schwangerschaft, der Geburt und besonders im ersten Lebensjahr ein wesentlicher Bestandteil für die Entwicklung eines Kindes.

Wie ein interner persönlicher Trainer sorgen sie für die motorische Entwicklung und damit nach der Geburt für den Aufrichtungsprozess des Kindes. So ist es für uns Menschen möglich aufrecht zu stehen, zu gehen, den schweren Kopf gut ausbalanciert zu halten und in alle Richtungen frei bewegen zu können.

Diese, durch die Urreflexe automatisch verursachten Bewegungen verbinden gleichzeitig darüber hinaus die verschiedenen Gehirnareale. Ausschlaggebend dabei ist die Anzahl und Qualität der Nervenverbindungen, die hier entstehen. Sind diese gut entwickelt, spricht man von neuronaler Reife.

RIT Sauklaue

Grund für ein unleserliches Schriftbild können zum Beispiel die noch zum Teil bestehenden Urreflexe Greifreflex und/oder Asymmetrisch-Tonischer-Nackenreflex sein.

Somit sind diese genetisch festgelegten Bewegungsmuster der Schlüssel zur neuronalen Schulreife und damit die notwendige Grundlage für Lernen und Verhalten.

Es ist wie in einem gut funktionierenden Büro. Alle vorhandenen Geräte mit ihren unterschiedlichen Aufgaben müssen miteinander verkabelt sein, um zu funktionieren.

Konnten diese Bewegungsmuster durch den internen persönlichen Trainer nicht plangemäß ausgeführt werden, bleiben reflexartige Restmuskelbewegungen aktiv.

Dies kann zu Entwicklungsverzögerungen und damit verbundenen Problemen beim Kind oder Jugendlichen führen, die man unter anderem in die folgenden Hauptgruppen einteilen kann:

  • Fehlendes flüssiges Lesen, Schreiben und Rechnen
  • Unkonzentriertheit
  • Körperliche Unruhe
  • Schlechte Körperkoordination
  • Fein- und / oder grobmotorische Schwächen

RIT Sitzhaltung

RIT® (nach Sieber und Paasch)

Ein Weg zur neuromotorischen Schulreife für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

 RIT® ist ein hoch effizientes Unterstützungsprogramm für Kinder und Jugendliche mit:

  • Schul- und Lernproblemen
    – Lese- und Rechtschreibschwäche
    – Unruhe und Unkonzentriertheit
    – Fehlende Impulskontrolle
  • Motorische Problematiken
    – Schlechte Körperkoordination
    – Ungeschicklichkeit
    – Gleichgewichtsstörungen
    – Unkoordinierte Fein- und Grobmotorik

RIT® ist eine Kombination von erprobten Methoden, die dazu dienen die neuromotorische Schulreife von Kindern zu überprüfen, den individuellen Entwicklungsbedarf des Kindes festzustellen und mit einem gezielten Unterstützungsprogramm ein neuronales Nachreifen zu ermöglichen. Durch bilaterale Stimulierungsmethoden wird dieser Entwicklungsprozess unterstützt.

Was sind Urreflexe und welche Zusammenhänge mit Schul- und Verhaltensproblemen können bestehen?

Am Anfang der Entwicklung vom Fötus zum erwachsenen Menschen werden Bewegungen des Fötus und des Neugeborenen durch automatische Reflexe gesteuert. (Reflexe sind angeborene, stereotyp ablaufende Bewegungsmuster, als physiologische Reaktion auf einen bestimmten Reiz.) Jeder Mensch entwickelt so bereits im Mutterleib biologisch festgelegte Bewegungsmuster, die vom Stammhirn aus gesteuert werden und die Bewegungen des Kindes ausmachen. Diese sich stereotyp wiederholenden Reflexe haben die Aufgabe den Reifungsprozess des Kindes zu steuern.

Besonders im ersten Lebensjahr muss die Muskelspannung aufgebaut werden, damit sich das Kind nach ca. 12 – 14 Monaten aufrichten, stehen und gehen kann. Genauso wichtig ist die Entwicklung der Grob- und Feinmotorik, sowie der Augen-Zungen- und Lippenmuskulatur, denn damit hängt die SprachentwicklungLese- und Schreibfähigkeit zusammen.

Die Reflexbewegungen bewirken auch die optimale Verknüpfung der Gehirnareale, damit deren Funktionen voll genützt werden können. Das sind z.B. Koordination der Motorik, Steuerung und Hemmung der Aktivität, Impulskontrolle, Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer.

Im Laufe des ersten Lebensjahres werden diese automatischen Bewegungen „gehemmt“, und das Kind kann sich mehr und mehr willentlich bewegen. Bleiben jedoch Reflexe ganz oder zum Teil aktiv, kann das der Grund für Schul- und Verhaltensprobleme sein, die sich in den oben genannten Symptomen äußern.

Reflexe:

  • Angeborene Reflexe für den Ernährungsvorgang
  • Schluckreflex
  • Saugreflex
  • Suchreflex
  • Schutzreflex für die Atmung
  • Primitive Urreflexe
  • Posturale Haltungsreflexe
  • Tonische Reflexe
  • Überwachung der Körperlage im Raum
  • Bestimmung der Körperteile zueinander
  • Regulierung der Spannungsverteilung der gesamten quergestreiften Muskulatur
  • etc.

Wurden die angeborenen Reflexe nicht ausreichend stimuliert (z.B. weil die Mutter während der Schwangerschaft liegen musste oder der Säugling in seiner Entwicklung vom Liegen zum Laufen das eigentliche Krabbeln übergangen hat oder etc.), ist die Gehirnreifung und der Muskeltonus verzögert oder beeinträchtigt und es kann sein, dass bestimmte Reflexe nicht gehemmt, sondern immer noch aktiv sind. Diese müssen dann kompensiert werden. Die Folge davon kann z.B. in Gestalt der Aufmerksamkeitsstörung mit und ohne Hyperaktivität oder in der Form einer Lese- und Rechtschreibschwäche liegen.

Durch die nachträgliche Integration mit RIT® fällt die notwendige Kompensation weg und die neuromotorischen Möglichkeiten werden im Nachhinein geschaffen. Leichteres Lernen, Merkfähigkeit, Symptome von ADHS oder ADS, Lese- und Rechtschreibschwäche, Sprachschwierigkeiten können sich vermindern oder auflösen und eine optimale, volle Nutzung des Gehirns und des Bewegungsapparates sind die Folge.

Was bietet RIT-Training Ihrem Kind?

Ist eine wirkungsvolle Kombination rhythmischer Reflexintegration (spezieller Körperübungen/-bewegungen, die Teile der Bewegungsabläufe des Kleinkindes im 1. Lebensjahr bis zum Laufen nachahmen) und bilateraler Hemisphärenstimulation, und eine erprobte Methode nachträglich neuromotorische Reifung zu schaffen.

Anhand eines Fragebogens und speziellen Tests wird der neuromotorische Entwicklungsstand des Kindes ermittelt. Entsprechend der Reihenfolge ihres Entstehens werden die einzelnen Reflexe geprüft und daraufhin das Bewegungstraining individuell für jedes Kind zusammengestellt.

Das RIT-Training dauert zwischen 6 – 12 Monate, wobei ca. alle 4 Wochen eine Trainingsstunde bei mir stattfindet. Hierbei überprüfe ich das Vorhandensein aktiver Reflexe, integriere diese und zeige Ihnen und Ihrem Kind die unkomplizierten Übungen, die zuhause zu machen sind.

Der tägliche Zeitaufwand für die Übungen beträgt 10 – 15 Minuten, dabei sollten Sie als Eltern unterstützen. Die Erfahrung zeigt, dass die Kinder bald Freude an den Übungen haben und sie mit der Zeit gerne machen, weil sie selbst spüren wie gut diese ihnen tun.

„Auszug aus dem Fragebogen“

Fragebogen für frühkindliche Entwicklung

  1. Sind in der Familie Lernstörungen bekannt?
  2. Gab es während der Schwangerschaft medizinische Probleme?
  3. Hat Ihr Kind spät laufen gelernt (16 Monate oder später)?
  4. Hat Ihr Kind spät begonnen zu reden (2-3 Wortsätze mit 18 Monaten)?
  5. Litt Ihr Kind häufig unter Ohren-, Nasen- und Halsinfektionen?
  6. Hat Ihr Kind Probleme auch für kurze Zeit still zu sitzen?
  7. Zeigt Ihr Kind Überreaktionen bei unerwarteten Geräuschen?
  8. Hat Ihr Kind Leseschwierigkeiten?
  9. Hat Ihr Kind Schreibschwierigkeiten?

Zur Situation heute

  1. Hat Ihr Kind Rücken- und Nackenprobleme? Wenn ja, welche?
  2. Ist es für Ihr Kind anstrengend sich länger zu konzentrieren?
  3. Macht es in Schularbeiten oft Flüchtigkeitsfehler?
  4. Ist Ihr Kind beim Spielen oft sehr laut?
  5. Schreibt Ihr Kind langsam oder fehlerhaft von der Tafel ab?
  6. Ist Ihr Kind oft weinerlich?
  7. Ist Ihr Kind oft wütend?

Bei 7-8 Antworten mit „JA“ aus dem kompletten Fragebogen, ist es naheliegend, dass persistierende Reflexe an den Problemen des Kindes mitbeteiligt sind.

Gerne sende ich Ihnen den kompletten Fragebogen zu oder Sie kommen zu einem unverbindlichen Erstgespräch, bei dem Sie den kompletten Fragebogen beantworten und wir gemeinsam die Problematiken Ihres Kindes besprechen und uns dabei kennenlernen können. Mit einem Zeichentest und einigen neuromotorischen Tests überprüfe ich den Entwicklungsstand Ihres Kindes und wir können bei Bedarf das Trainingsprogramm besprechen und mit der RIT-Reflextintegration beginnen.

Habe ich Ihr Interesse geweckt?

Für eine Terminvereinbarung oder bei Fragen
erreichen Sie mich per E-Mail: info@sks-lerncoaching.de oder unter Tel. 0177/8945595

Praxisadresse:
Logopädie Heine
Lange Straße 45
38448 Wolfsburg/Vorsfelde